Die Öresundbrücke sollte man einmal im Leben gefahren sein. Das ist ein wunderbares Bauwerk und die Fahrt über die Verbindung zwischen Dänemark und Schweden ist ein Erlebnis für sich. Wer zum ersten Mal nach Schweden fährt und Freude an Straßen, Brücken und großen Bauwerken hat, sollte diese Route nicht schlechtreden. Sie gehört zu Skandinavien einfach dazu.
Aber: Die Strecke durch Dänemark auf der Autobahn zieht sich. Gerade wenn man schon aus der Schweiz, aus Bayern oder aus Baden Württemberg kommt, hat man bis Norddeutschland bereits viele Kilometer hinter sich. Dann noch weiter über Dänemark zu fahren, kann zäh werden.
Genau hier wird die Fähre stark. In Kiel auf die Fähre fahren, das Auto abstellen, Abendessen, ein bisschen an Bord herumlaufen, vielleicht Unterhaltung mitnehmen und danach in einer angenehmen Kabine schlafen: Das fühlt sich nicht mehr wie reine Anreise an, sondern schon wie Urlaub. Stena Line nennt für die Kurzreise nach Göteborg ausdrücklich Speisen, Getränke, Shopping, Unterhaltung und die erholsame Nacht in der Kabine. Auf der Stena Germanica werden außerdem Buffet, À la carte Restaurant, Bar, Deck Bar, Sonnendeck und je nach Bordprogramm auch Unterhaltung wie ein Musikquiz beschrieben.
Besonders im Sommer kann man schöne Stunden an Deck verbringen. Und statt über die Öresundbrücke zu fahren, erlebt man Schweden von der Wasserseite. Man fährt nicht einfach Kilometer ab, sondern bekommt andere Eindrücke: Hafen, Meer, Wind, Sonnenuntergang, Schiffe und morgens Göteborg.
Auch Rostock nach Trelleborg hat seinen Reiz. Die Nacht ist kürzer und die Route ist funktionaler, aber selbst ein paar Stunden Schlaf an Bord sind oft besser als übermüdet weiter auf der Autobahn zu sitzen. Für Südschweden ist das eine sehr praktische Lösung.